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Wieder so’n Wochenende #3 – Brathering “Mexico”

Was bisher geschah: #1, #2.

Kaum hatte ich meine Frage ausgesprochen, schauten mich 10 große Augen neugierig an, bevor die fünf Damen in eine heftige Grübelei verfielen. Das war so auch zu erwarten. Verwunderlich war dagegen die Reaktion meiner Begleitungen: Diese unterbrachen umgehend ihre aktuellen Unterhaltungen und blickten so konstaniert zu mir herüber als hätte ich gerade den Holocaust geleugnet, mich als schwul geoutet und gesagt, dass ich kleine Kätzchen verabscheue. (Seine Freunde überraschen – unbezahlbar!)

Einzig Herr N., der alte Opportunist, nutzte die Situation schamlos aus und versuchte sich sofort mit in das Gespräch einzuklinken. Das erwies sich aber als noch schwerer als überhaupt ein Gespräch einzuleiten, denn die Mädels hatten zwar den Namen schon mal gehört, hatten aber nicht den Anflug einer Idee wer Jürgen Klopp ist. Selbst der Hinweis, dass es sich um einen Fussballtrainer handelt, half nicht weiter und so musste ich meine statistische Erhebung bezüglich meiner angeblichen Ähnlichkeit zu ihm beenden bevor sie überhaupt begonnen hatte. Als ich mich dann auch noch einen kleinen Moment zu lange von Darja und Lisa abgelenken ließ, war auch die Chance eines Themenwechsels vertan und die Damenrunde wieder in eigenen Gesprächen vertieft. Memo an mich selbst: Arbeite an Deinem Fokus, Du Depp!

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Wieder so’n Wochenende #2 – Kloppo 2.0

Was bisher geschah: #1

Nicht nur an einer erneuten Immatrikulation bin ich vorbei geschabt, sondern auch der Verlockung den Talar das fleckige und mäßig passende Elefantenkleidchen inklusive Kopftablett gegen 50 Euro aus meinem Vermögen einzutauschen, konnte ich widerstehen. Dabei hätte diese elitär angestrichene Mopedgarage mindestens zwei nicht zu verachtende Funktionen erfüllen können: 1.) Aufmerksamkeitsmagnet. (Ich meine, wer geht mit 'nem Talar in die Altstadt feiern?!?) 2.) Ich hätte endlich 'ne Küchenschürze gehabt. Na ja, aber: Wirtschaftskrise. Opportunitätskosten. Bier. Punkt!

Ohne Talar hätte ich ja jetzt endlich die Gelegenheit gehabt der Welt mal meinen fantastischen Anzug (erinnert mich mal bei Zeiten daran Euch die Story von dem Anzugkauf und der Verkäuferin zu erzählen!) zu präsentieren, aber bevor ich bis zu den Ohrläppchen hochgeknöpft und mit einem Stück Stoff, dass auf meinen Schritt deutet und mir obendrein noch die Blutzufuhr zum Hirn abschnürt, feiern gehe, seht Ihr mich in einem Cocktailkleid und High Heels über den Dancefloor wirbeln. Na gut, vielleicht nicht ganz so, aber trotzdem: Lieber nicht im Anzug. Und da ich nun wiedermal festgestellt habe, dass Anzugtragen nicht wirklich praktisch ist, sollte ich den guten vielleicht gleich bei den Düsseldorfer Kleinanzeigen einstellen.

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Am Tag der Deutschen Einheit

…eine Mauer zu errichten, auf diese Idee kann auch nur der Kölner FC kommen. Aber wir haben mit dieser Taktik einen Punkt in München geholt, und das ist doch mal was. Mein größter Dank geht aber an die Querlatte und das Unvermögen der internationalen Topstürmer, die vor dem leeren Tor immer einen Schritt zu langsam waren. Herr Klose, Herr van Bommel und Herr Gomez, Ihre Präsentkörbe sind bereits unterwegs.

…muss man überflüssige Dinge aus dem Weg räumen. In diesem Sinne habe ich mit bloßen Händen und Füßen 21 Jahre alte Schränke zerlegt und aus dem Haus geschafft. Meine Mutter war begeistert, da sie nun mit den Renovierungsarbeiten beginnen kann. Weniger begeistert war sie von meiner Idee auch noch die Wand zwischen den beiden Zimmern einzureißen. “Die Mauer muss weg!” Versteh’ ich gar nicht…

…habe ich einen weiteren Hausfrauen-Skill erlangt, auf den ich hier im Detail nicht so eingehen möchte. Ich sach nur: “Share everything but the needle!

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Hell Of A Night #1 – Kloppo

Es gibt Abende die beginnen so gut, dass man sofort weiß, ihnen folgen Nächte, die unvergesslich bleiben. So etwas kann man nicht provozieren, nicht heraufbeschwören und erst recht nicht planen. Solche Nächte passieren. Sie halten für ein paar Sekunden an deiner Haltestelle an und geben dir die Chance einzusteigen. Löst du dein Ticket und fährst mit wird es episch, bleibst du im Schutz des Haltepunktes stehen, kannst du einen weiteren Strich in der Spalte “verpasste Chancen” machen.

Aber was war da denn jetzt überhaupt los, Herr Schmidt?“- 2 fünfundzwanzigste Gebutstage, 2 Städte, 2 mal 2 Stunden Schlaf und 2,0 Promille (gefühlt).

Jens, ein ehemaliger Kommilitone von mir, ist ein Mann, der keine halben Sachen macht. Wenn er feiert, dann feiert er standesgemäß. Und, leck mich am Arsch, “standesgemäß” ist seit Samstagabend neu definiert. Die Location war eine alte, komplett renovierte Scheune mit Kamin, Zapfanlage, Dancefloor, DJ und allem Schnickes, den man für eine ordentliche Partey(!) braucht. Dort ließ er ein Buffet mit allen erdenklichen Leckereien aus Omas Garten und den internationalen Küchen auftischen, welches allerdings durch das exklusive Grillgut zu einem Schattendasein verdammt wurde: Es gab nicht einfach nur Würstchen und Steaks, nein, nicht bei Jens. Der gute Mann hatte ein familienseitig selbstgezüchtetes Lamm schlachten und in handliche, grillbare Portionen teilen lassen. Freunde, ich sag’s Euch, so ein gutes Lammfleisch findet man in keinem bezahlbaren Restaurant!

Neben den Köstlichkeiten auf den Tischen, gab es auch Leckereien dahinter: Jens hatte zwei nette Damen hinter die Theke und vor den Zapfhahn gestellt, die mit charmantem Lächeln Flüssigbrotschorlen unters feiernde Volk schleuderten. Ihr wisst ja, ich habe mit Thekenpersonal schlechte Erfahrungen gemacht, aber hier gab es ja keine Deckel, von daher…

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Headphones on I made my escape. I’m in a film of personal soundtrack. I’m leaving home and I’m never gonna come back
Art Brut

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