Herr Schmidt.

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Tag: Pubertät

Regel #12: Niemand kotzt Herrn Schmidt auf die Schuhe

1998 stand ich noch nicht vor der schweren Entscheidung, ob ich trinken oder doch lieber fahren wollte. Ich hatte mich auch noch nicht so an die Bequemlichkeit des Autos gewöhnt, die heute zumeist dafür sorgt, mich für Letzteres zu entscheiden. 1998 waren Party und Alkoholkonsum noch untrennbar miteinander verknüpft.

1998 feierte Herr B. seinen 17. Geburtstag. Da die Personenanzahl der geladenen Gäste den häuslichen Rahmen gesprengt hätte, wählte er den örtlichen Jugendtreff im Stadtteil Höhscheid aus, um dieses Ereignis zu zelebrieren. Etliche Freunde und Bekannte sowie Freundesfreunde und Freundesbekannte fanden sich in der Location ein – ein paar davon schauen hier auch ab und zu mal rein – so dass sich alsbald eine bunt gemischte Partymeute gebildet hatte. Das in diesem Zusammenhang das ein oder andere Fässchen Kölsch geleert und das ein oder andere Pinnchen geext wurde, ist ja selbstverständlich.

Jetzt war es allerdings 1998 auch so, dass eine bestimmte Person mit von der Party Partie war: Friedrich *). Friedrich gehörte zu den Menschen, die zwar nicht viel vertragen aber bei jeder Gelegenheit mitsaufen müssen. Man konnte Haus und Hof darauf setzen, dass Friedrich derjenige welche ist, der am Abend als Erster betrunken in der Ecke gammelt. Eine gefahrlose Wette, die damals 100%ige Gewinnchancen aufweisen konnte.

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Mein erster Urlaubsflirt

Schon als junger Herr Schmidt konnte ich Ansätze bestimmter Verhaltensweisen und Vorlieben vorweisen, die ich heute noch mein Eigen nennen darf. Ein paar Beispiele? – Kommen sofort:

  • Eine Faszination für blondhaarige Frauen
  • Eine Liebe zur Musik
  • Eine temporär auftretende Arroganz
  • Eine Präferenz für nördlich gelegene Urlaubsziele

So kam es dann auch, dass ich mit 14 Jahren den Entschluss fasste an einer Jugendfreizeit nach Dänemark teilzunehmen. Die Tatsache, dass das Ganze von der Evangelischen Kirche organisiert wurde, störte mich zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht. Die nihilistische Phase sollte erst später Besitz von mir ergreifen. Aber das ist eine andere Geschichte…

An die Freizeit selbst habe ich nur wenige Erinnerungen. Woran ich mich allerdings sehr gut erinnere sind die beiden „Errungenschaften“ die sie mir brachte: Zum einen hatte ich die Gelegenheit „(What’s The Story) Morning Glory“ von Oasis auf Musikkassette überspielt zu bekommen, zum anderen lernte ich eine junges blondhaariges Ding aus dem beschaulichen Burg kennen. Eine belesene junge Frau – sie war immerhin schon 15!- mit Sinn für Humor. Das war sie für mich. Und der Umstand, dass sie begeisterte Fussballspielerin war und FC-Fan, machte sie mir auch nicht gerade unsympathischer.

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Meine erste Stalkerin

Es begab sich zu einer Zeit, in der sich mein Gesicht beharrlich gegen die Bildung von Barthaaren wehrte und es vorzog, die unverbrauchte Haut mit Pickeln zu garnieren: Ich konnte auf der Liste mit den 100 Dingen, die man erlebt haben sollte bevor man stirbt, den Punkt 37: „Eine(n) Stalker/in haben“ abhaken. Der ein oder andere Leser wird jetzt denken: „Mensch, das muss gestern gewesen sein.“ – Ja fast, ich rede von noch weniger Bartwuchs und noch mehr Pickeln. Ich rede von einer Zeit, in der ich mich nicht in der Nähe einer Kuchentheke aufhalten durfte, da mich Kundinnen sonst mit einem Streuselkuchen verwechselten. Ich rede von einer Zeit, in der die Kosmetikerin Spikes an ihren Fingerkuppen anbringen musste, um die Hügel in meinem Gesicht zu erklimmen, bevor sie diese durch mehrere Bar Druck und einer heftigen Eruption in die ewigen Jagdgründe schicken konnte. Noch Fragen?!?

Ja, selbst ich, der David Beckham der Blogosphäre, kam nicht um die Teilnahme an der Massenveranstaltung Pubertät herum und war neben meinem Schülerausweis auch im Besitz der Clearsil-Gold-Card.

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