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Elektrizität, Baby!

Fast hätte ich mein erstes Zeugnis nie bekommen, da man mich gar nicht erst hätte einschulen können. Schuld daran war die teuflische Elektrizität der südländischen Ferienhäuser ländertrennender Gebirgsausläufer. Freunde, fast wäre ich im zarten Alter von 6 Jahren in Spanien gestorben. Und das kam so:

Meine Eltern kamen irgendwann Anfang der 80er auf die grandiose Idee, ein Haus auf einem spanischen Ausläufer der Pyrenäen zu bauen. Blick auf’s Meer, eigener Pool und am Horizont schneebedeckte Berge, während man selber bei 30°C in der Sonne liegt. Besser geht es einfach nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich dabei um die beste Idee ihres gesamten Lebens gehandelt hatte. …nach der, mich zu zeugen, natürlich.

Jedenfalls verbrachten wir Jahr für Jahr unsere Urlaube dort (was zugegebenermaßen mit Beginn der Teenagerzeit mangels Abwechslung ein wenig zu nerven begann) und hatten auch meistens Bekannte oder Verwandte an Bord, die “Casa Schmidt” als Reiseziel gewählt hatten. Einer dieser Bekannten – wir nannten ihn immer nur “Fritz” wegen seiner Vorliebe für Öl-Sardinen* – kam bei seinem dritten Aufenthalt auf die Idee, dass ein wenig mehr Privatsphäre für sich und seine Family gar nicht mal so verkehrt wäre. Er fasste den Entschluss, sich nach einem Haus umzuschauen.

Der Umstand, dass mein Dad als Architekt und selbsternannter Eckenmaurer relativ versiert in der Einschätzung von Bauobjekten ist, kam ihm dabei natürlich gelegen. Er also meinen Vater und dieser wiederum mich eingepackt und ab ging die Besichtigungs-Tour. Hier zu klein, da zu groß und beim dritten Objekt gab es senffarbene Waschbecken und Badewanne. Da konnten dann die dunkelgrünen Fliesen auch nichts mehr rausreißen.

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Gestern und heute

Gestern:

  • Deckenlampen anbringen (inkl. wegbrechendem Lehmputz und Stromschlag)
  • Raum zwischen Laminat und Treppengeländer verfugen
  • Abschlussleiste für das Laminat an der Treppenkante anbringen
  • Waschbecken und Toilette im Gäste-WC verfugen
  • Waschbecken und Toilette im Master-Bathroom verfugen
  • Fliesensockel und -spiegel im Master-Bathroom verfugen

Heute:

  • Deckenlampen anbringen
  • Fliesensockel und -spiegel im Master-Bathroom verfugen
  • Spiegel im Gäste-WC anbringen
  • Fußleisten auf der 1. Etage anbringen
  • Treffen mit dem Installateur

…das fühlt sich wirklich nicht nach Urlaub an!

London #3

Okay, heute machen wir das mal anders als beim letzten Mal! Heute fange ich nicht direkt mit den Frauen an. Ha, ich sage Euch jetzt noch nicht mal, wann ich zu den Frauen komme. Sonst könntet Ihr ja hergehen und einfach dahin scrollen und den ganzen Rest einfach weglassen. Nee, Freunde, so nicht. Heute müsst Ihr mal den kompletten Text lesen!

Am letzten Tag vor der Abreise stand Hardcore-Sightseeing auf dem Programm: Big Ben, Westminster Abbey, Treasury, London Eye, Houses Of Parliament, Buckingham Palace, Wellington Barracks… Das konnte ich faktisch nur durchhalten, weil ich an diesem Tag immer noch vorabendbedingt high on emotion war. (…und nein, ich schäme mich nicht für dieses Chris de Burgh-Zitat!)

Mit der U-Bahn ging es also wartezeitbefreit zum beeindruckenden, wenn auch gar nicht so seinem Namen gerecht werdenden, Big Ben und den angrenzenden Houses Of Parliament. Da kam es mir dann auch sehr gelegen, dass sich Lorenz, der alte Hautverfärber, in den Mittelpunkt drängte und kaum eine Wolke neben sich duldete, denn nur so konnten solche Aufnahmen entstehen:

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London 2008 #2

Greifen wir doch direkt den Cliffhanger vom letzten Mal auf und befassen uns mit der Damenwelt Londons:

Kaum hatte ich den Shuttle-Zug von Stansted Airport nach London Liverpool Street verlassen, begegnete mir schon ein echter Leckerbissen. Sollte meine Theorie schon so schnell über Bord geworfen werden?!? Die Dame war etwa 1,80 m groß, hatte blonde Haare, die bis zu den Schulterblättern reichten und war mit einem Körper ausgestattet, der sagte: “Ich bin sportlich, esse was mir schmeckt und Du brauchst keine Angst zu haben, dass Dich meine Knochen verletzen.” Ja, und im Gegensatz zum letzten Mal als mich die Heckansicht einer Frau in Träumereien versetzte, spielte dieses Mal auch das Gesicht mit. Freunde, das Mädel war echt hübsch anzuschauen. Das konnte unmöglich eine Engländerin sein! …oder doch?!?

So stand sie also vor mir in der Warteschlange des Undergroundticketverkaufs und trank immer wieder aus ihrer Evian-Flasche, wobei sie ihr Gesicht jedes Mal weit zur rechten Seite drehte und mich aus den Augenwinkeln ansah. Selbstverständlich blickte ich ihr dabei jedes Mal genau in die Augen und lächelte. Dieses Spielchen ging über die gesamte Wartezeit, also so ca. 20 Minuten. Ja, und verfickte Scheiße™, dass konnte doch nun wirklich nicht sein, dass ich nach so kurzer Zeit nicht nur meine These ad acta legen musste, sondern auch noch mit der Dame flirtete.

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Headphones on I made my escape. I’m in a film of personal soundtrack. I’m leaving home and I’m never gonna come back
Art Brut

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