Herr Schmidt.

celebrating the irony since 1982

Top Ten 2009 – Die Songs

Dieses Jahr war es besonders schwer 10 Songs herauszufiltern. Auf der einen Seite waren die emotionalen, subjektiven Aspekte und auf der anderen die objektiven, rationalen. Ich habe abgewogen und interne Grabenkämpfe ausgefochten. Das Endergebnis – mit Begründung – gibt es hier. Natürlich mit vielen Superlativen und der nötigen Portion Pathos.

10. Cargo City – „Lately…“
Das uralte Bildnis der Früchte in Nachbars Garten verliert eben nie an Aktualität. Man will immer das, was man nicht hat. Simon Konrad versteht es, genau diesen Umstand in beeindruckender Simplizität zu vertonen. (Noch schöner hat er es allerdings in „Cat Behind The Windowpane“ auf dem 2008er Debut gemacht)

09. Bat For Lashes – „Daniel“
bastiH beschrieb seinerzeit die Stimme von Natasha Khan als orgasmisch (seht her). … … …nothing left to say.

08. Mikroboy – „Raus Mit Der Schlechten Luft, Rein Mit Der Guten“
Ich glaube, man braucht schon einen persönlichen Bezug zu diesem Song, um ihn in die Top 10 des Jahres zu erheben. Ja, und was soll ich sagen?!? Den hab‘ ich. Durch Zufall bin ich auf die Band und diesen Song aufmerksam geworden und gleich beim ersten Hören wichen die ersten grauen Wolken zur Seite, um vereinzelten Sonnenstrahlen Platz zu machen.

07. Dunderbeist – „As The Stomach Turns“
Dunderbeist revolutionieren mit ihrer Musik das Metal-Genre. Sie klauen, kopieren und covern – und geben das auch noch offen zu. Denn die Jungs setzen ihre „Fundstücke“ so zusammen, dass man als Hörer etwas vollkommen Neues geboten bekommt. Dabei sprengen sie jegliche Genre-Limitationen. DUNDRRRRrrrrrr! 😉

06. Maximo Park – „Calm“
Wenn man so will ist „Calm“ das „Books From Boxes“ von „Quicken The Heart“. Das war zumindest das, was mir bei den ersten Durchläufen des Albums in den Sinn kam. Nach und nach wurden mir aber die Feinheiten dieses Songs bewusst und ab 2:20 Minuten wird der Song episch!

05. Placebo – „For What It’s Worth“
Egoismus als Dogma, wenn der Altruismus gescheitert ist. Brian Molko und seine Bandkollegen liefern ein Brett von einem Song über die Auslöschung der Uneigennützigkeit durch die allgegenwärtige Egozentrik, aus der Perspektive eines gebrochenen Individuums.

04. Muse – „Resistance“
Inspiriert von 1984 vertonen Muse eine romeoundjuliaesque Liebesgeschichte. Text und musikalische Umsetzung sind auf allerhöchstem Niveau und ersparen dem geneigten Zuhörer jeglichen Kinobesuch. Der Film läuft auf der internen Leinwand ab. Für mich eine der schönsten Hymnen auf die wahre Liebe.

03. Wirtz – „Frei“
Müsste ich mir einen Songtext auf die Pupille tätowieren lassen, den ich sehe wann immer ich die Augen öffne, dann wäre es dieser. Daniel Wirtz bringt auf den Punkt worauf es im Leben wirklich ankommt.

02. Editors – „Papillon“
Blasphemie im Klangteppich, respektive der Denkanstoß, ob es nicht vielleicht möglich ist, dass es keine höhere Macht gibt, die uns lenkt und wir unser Schicksal in der eigenen Hand haben. Textlich gewohnt stark und musikalisch in neuem Gewand beschreiben die Editors das Leben als steten Wettlauf mit der Zeit. Ihr wisst ja, ich mag den Gedanken an etwas / jemanden zu Glauben, bin aber nicht gläubig. Von daher sprechen mir die Editors also aus der Seele.

01. Kilians – „Hometown“
Mehr als nur eine Lobpreisung auf die Heimatstadt ist dieser Song eine Hymne an die beständigen Werte im Leben. Menschen kommen und gehen, aber mit der Gewissheit wo die eigenen Wurzeln sind und wer man selber ist, wächst neue Hoffnung heran. Nicht ohne Grund war das der erste Song, der nach dem Auszug meiner Ex aus meinen Boxen schallte als ich mit meinen Kumpels im Garten saß und die Würstchen bruzelten.

In der weiteren, engeren Auswahl standen noch folgende Songs, die auch alle ausnahmslos empfehlenswert sind:

Muff Potter – „Mein Freund, Das Wrack“
White Lies – „From The Stars“
Adolar – „Mariokart vs. Kettcar“
Vic Chesnutt – „Flirted With You All My Life“
Supershirt – „Nachtjacke“
Selig – „Wir Werden Uns Wiedersehen“
The Robocop Kraus – „Sometimes I Wonder If You’d Been A Dog In A Previous Life“
Quarter – „Tyler“
Ghost Of Tom Joad – „Into The Wild“
Misses Next Match – „Achtung, Achtung“
Miles Fisher – „Half A Beer Left“
Jan Delay – „Oh Jonny“
Frauenarzt & Manny Marc – „Das Geht Ab (Atzen Musik Mix)“
Enno Bunger – „Wahre Freundschaft“
Chase & Status feat. Plan B – „End Credits“
Carolina Liar – „Show Me What I’m Looking For“
Sonata Arctica – „No Dream Can Heal A Broken Heart“
Lily Allen – „Fuck You“
Little Boots – „Remedy“
Cheryl Cole – „Stand Up“
Jamie T. – „Sticks ’n‘ Stones“

Bleibt zu hoffen, dass 2010 musikalisch ähnlich großartig wird. In diesem Sinne:

Merci vielmals, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Keep on rockin’! …und Tschüss!

3 Comments

  1. kenne nicht einen davon! 🙂
    Aber bestimmt gut.
    LG + guten Rutsch, Smithers!

  2. @ MC Winkel: Aus den Top Ten glaub‘ ich das gerne. Aber bei dem Rest ist ja zumindest Jan Delay mit dabei. 😉
    Ich wünsche Dir auch einen guten Übergang. Rock die Coast City! …oder Monaco?!? Bei Dir weiß man ja nie. 😉

  3. Finde die Songs schon sehr schön! Naja, es ist schon immer schwer das beste auszuwählen… Finde aber deine Wahl echt gut! Danke.

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