Herr Schmidt.

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Wahlkampf #1 – Happy End!

(Die ganze Story bisher: Teil 01, Teil 02, Teil 03)

Ihr habt es ja bereits bei Twitter lesen können: Herr Dr. Müller-Stöver war gestern Abend höchstpersönlich vor Ort und hat sich ein Bild von der Situation gemacht. Kurz durch das Wohnzimmerfenster geschaut und keine zwei Minuten später stand er auch schon auf der Leiter und setzte die Schere an. Ein Politiker, der bereit ist „sich selbst“ aus dem Weg zu räumen, um einen Bürger von seinem „Psychoterror“ zu befreien ist auch einzigartig, vermute ich.

Selbstverständlich wurde die ganze Aktion fotografisch festgehalten und wird in Kürze auch in dem Wahlkampftagebuch des SPD-Kandidaten nachzulesen sein. Vorab gibt es hier aber schon mal ein erstes Foto:

(und bei Flickr)

Im Anschluß fand sich dann erfreulicherweise auch noch die Zeit, um ein wenig zu plaudern. Dabei ging es dann der ganzen Aktion entsprechend auch weniger um die politische Seite des Wahlkampfes sondern mehr um das ganze Drumherum. Ich konnte es mir aber nicht nehmen lassen im Zuge von Blogs und Online-Communities Herrn Dr. Müller-Stöver doch mal nach den Netzsperren zu fragen. Immerhin sind diese ja auch ein Produkt seiner Parteigenossen aus Berlin. Er zeigte Verständnis für die Kritik und die Sorge, die durch diese Thematik in Teilen der Bevölkerung hervorgerufen wurde. Herr Dr. Müller-Stöver skizzierte eine Idee, die er präferiert, in der User die Möglichkeit haben zweifelhafte Seiten zu melden, damit diese von einer zentralen Stelle geprüft und gegebenenfalls gesperrt  / vom Netz genommen werden können. Dabei waren ihm die Fallstricke, die eine solche Variante mit sich bringen würden aber klar: Kosten, technische Umsetzung, Mißbrauch durch User, etc. Lobenswert ist aber das der Nutzer in einem solchen Szenario nicht bevormundet würde.

Nach einer halben Stunde war der Vor-Ort-Termin dann aber auch schon beendet. Noch ein Autogramm auf den „Stein des Anstoßes“ und dann ging es für uns beide weiter im normalen Programm.

(und bei Flickr)

Fazit: Herr Dr. Müller-Stöver ist ein sehr sympathischer Zeitgenosse und eine – wenn ich das mal so sagen darf – richtig coole Sau! Ich wünsche ihm alles Gute und viel Erfolg in seinem weiteren Wahlkampf.

(Die ganze Aktion hier ist natürlich keine Wahlempfehlung. Es handelt sich erst recht nicht um einen Teil des Wahlkampfes der genannten Partei. Ich bin unparteiisch und parteilos. – Nur um das nochmal eindeutig klar zu stellen.)

10 Comments

  1. Sehr löblich.
    So stell ich mir Politiker manchmal in meiner Blümchenwelt vor. Hilfsbereit, selbstironisch und für ihre eventuellen Wähler da.
    Vielleicht wirds ja doch noch mit der SPD.

  2. und wie findet er nun die modernisierte bayarena? haben sie, werter herr schmidt, etwa vergessen, ihn zu fragen?

  3. Wo wird das Plakat denn nun aufgehangen? Bei ihnen im Schlafzinmmer Herr Schmidt?

  4. Wie genial! Da waren deine letzten Befürchtungen wohl ganz „umsonst“!

  5. Das war ja wirklich mal eine nette Geste. Ich hab nur Ärger mit Pro NRW, die mich nachts mit dem Aufhängen Ihrer Plakate aus dem Schlaf reißen. Da verzichte ich aber gerne auf ein persönliches Treffen des Kandidaten. Allerdings gab ich der Dame am Telefon gestern noch zu verstehen, dass ich diese Aktion ziemlich daneben fand und habe ihr und der Partei gewünscht, dass ihnen damit auch noch die letzten Wähler flöten gegangen sind. 🙂
    @ der.grob: Und wie findest Du sie?

  6. Und der Bürgersteig? Was wird aus dem Bürgersteig? Kommt jetzt Herr Dr. Müller-Stöver auch alle zwei Wochen zum Unkraut jäten vorbei?

  7. @ die_schottin:
    ich kenne das „neue“ stadion bisher auch nur von bildern. morgen werde ich es mal begutachten.

  8. @ Smikey: Die Existenz solcher Politiker habe ich immer für möglich gehalten. Jetzt haben wir den Beweis, dass es sie tatsächlich gibt. Die Frage ist nur: Sind sie vielleicht Angehörige einer bedrohten Art?!?

    @ der.grob: Tatsächlich habe ich es vergessen, werter Herr Grob. Mea culpa. Ich habe Herrn Dr. Müller-Stöver aber gerade eine eMail geschrieben und die Frage nachgereicht.

    @ der Kaiser: Aufgehangen wird es nicht. (Ich habe keine passende Laterne im Haus.) Aber es wird einen Platz in meinem Arbeitszimmer bekommen.

    @ Sabine: Ja, waren sie. Voll und ganz. ^^

    @ die_schottin: Da hätte ich mich dann aber auch beschwert. Als das Wahlplakat angebracht wurde, war ich unterwegs. Von daher kann ich mir kein Urteil über den Lautstärkepegel bei der Anbringung erlauben.

    @ Kaal: Ich bitte Sie, werter Herr Kaal, für so etwas hat er keine Zeit. Dafür gibt es die JuSos. 😉

  9. Super! Ich finde, bester Herr Schmidt, so ein Herr Dr. Müller-Stöver gehört unbedingt nach Berlin. Bringen Sie ihn doch mit am 19. September. Ich reserviere Ihnen Plätze in der ersten Reihe.

    Herzlich und publikumsnah
    Ihre FrauvonWelt

  10. … wirklich, wirklich klasse!

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